Die schönen Wettervorhersagen für Sonntag bewogen uns dazu, nochmal mit den Kindern paddeln zu gehen, bevor es für sie zu kalt zum paddeln wird. Gemeinsam mit dem KC Wickede ging es zur Glane ins Münsterland.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bächen im Münsterland (oder ist das nur ein Klischee?) ist die Glane ziemlich abwechslungsreich und hat sogar einige Schwälle und künstliche Stufen, die im Flussführer „Kaskadensohlabstürze“ heißen. Was für eine dramatische Bezeichnung für so kleine Dinger.

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Kleine Schwällchen erfreuen nicht nur die Kinderherzen

20151025-51Eine Oma im Gebüsch: man muss sich immer wieder ducken, um durchzukommen

Das Highlight an der Glane ist wohl die Tunneldurchfahrt unter dem Dortmund-Ems-Kanal. Das ist nicht nur beeindruckend, wenn man beim drunterherpaddeln an die ganzen Wassermassen über einem denkt, sondern auch praktisch, weil man nicht am Kanal umtragen muss. Für Jakob war im Tunnel vor allem der Widerhall das Beste. Und so probierte er im Dunkeln die ganze Zeit diverse „Uuuuhs“ und „Aaaaahs“ und deren Echos aus.

20151025-23Jakob mit voller Begeisterung aus dem Tunnel heraus

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Ein kurzer Stau vor der einzigen Umtrage, einer Mühle bei Westladbergen

Als weitere Herausforderung gibt es auf der Glane diverse kleinere und auch manche große Baumhindernisse. Obwohl die Strömung auf der Glane meist eher mäßig ist, müssen Anfänger doch ganz schön rödeln, um vernünftig um die Bäume drum herum zu kommen. Wie so mancher Neuling leidvoll erfahren musste.

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Für Jakob etwas ganz Neues: Äste im Weg. Während Samuel schon ganz Kleinflussprofi ist mit Ducken und Paddel längs machen, muss Jakob noch vieles lernen. Wegdrehen funktioniert jetzt schonmal.

20151025-46Erst links, dann rechts, dieses Baumhindernis ist die größte Schwierigkeit

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Herbstleuchten auf der Glane

Da man nicht direkt an der Glane aufhören kann, mussten wir nach der Mündung in die Ems noch ein wenig weiterpaddeln, bevor wir dann mitten im Nirgendwo an einem Wanderparkplatz aufhörten. Ich wusste gar nicht, dass es so steile Berge im Münsterland gibt ;). Für die Zweier benutzten wir sogar Wurfsäcke um das letzte Stück hochzukommen.

20151025-80Ein langer Weg zu den Autos, Schluchterlebnisse mit rausseilen gibt es auch im Münsterland 😉

Fahrtstrecke:

Ladbergen – Irgendwo im Nirgendwo (auf der Ems)  17 km