Letzten Sonntag war ein Tag voller Premieren für uns. Samuel war zum ersten Mal in seinem neuen Einer unterwegs, den er zu Weihnachten bekommen hatte (Er hatte bereits sehnsüchtig auf einen warmen Tag gewartet um ihn draußen und nicht nur im Hallenbad zu testen), Jakob saß zum ersten Mal ganz alleine vorne im Zweier und er probierte sein erstes Paddel zum ersten Mal aus.

Da wir nicht genau wussten, wie gut das alles klappen würde und weil Sammy schon längere Zeit nicht mehr im Einer paddeln war, suchten wir uns einen kurzen Paddelabschnitt raus. Gemeinsam mit Oma Sabine, Tante Melli, Onkel Stephan und Sebi fuhren wir zur unteren Ruhr um dort das Stück mit der besten Strömung zu fahren.

Am SG Welper ließen wir unsere Boote zu Wasser. Zwar staut es sich auf den ersten 500 Metern bis zur Bootsgasse in Hattingen, aber dafür konnte Samuel sich erstmal auf ruhigem Gewässer wieder einpaddeln, auch zum leichten einsteigen am Steg bietet sich der Verein an.

IMG_6035Samuel ist am Einstieg noch etwas angespannt, Jakob schaut hingegen eher müde drein

IMG_6038Jakob „paddelt“ schon los, obwohl wir noch auf Paul warten

Jakob hat sein Paddel erstaunlich gut angenommen. Er hat sogar schon ein wenig die Paddelschläge imitiert, hauptsächlich auf der rechten Seite. Oma Sabine fürchtet jetzt, dass er ein Stechpaddler wird ;). Während Jakob herumprobierte, kam Samuel direkt ziemlich gut mit dem neuen Boot klar. Trotz des stehenden Wassers (und sogar ein bißchen Gegenwind) mussten wir gar nicht so sehr auf ihn warten.

IMG_6045Wellen schläfern Jakob anscheinend ein, ab der Bootsgasse verschläft er die restliche Strecke

IMG_6049Samuel bezwingt die Bootsgasse lieber noch im Päckchen, macht aber trotzdem Riesenspaß

Nach der Bootsgasse in Hattingen folgt der schönste Abschnitt der unteren Ruhr mit flotter Strömung und kleinen Wellen. Da der Wasserstand der Ruhr noch ganz gut war, bildeten sich zwischendurch immer wieder Wirbel und Presswasser aus dem Nichts. Samuel schwört, dass er und Paul sogar einmal richtig hoch gehoben wurden.

IMG_6060Während Samuel mit Strudeln kämpft, schlummert Jakob weiterhin, das neue Paddel fest umklammert

IMGP0029Samuel zieht fleißig am Stock

Nach ca. 5 Kilometern kommt die „schwerste“ Stelle des Abschnitts, der Isenburg-Schwall. Bei wenig Wasser kann man hier gut surfen, bei unserm wasserstand waren es lediglich ein paar flache Wellen. Für Samuel war das aber schon aufregend genug. Beim Anblick der Wellen und beim runterpaddeln rief er ständig: „Woa! Woa!“. Es war sehr amüsant dabei zuzusehen (und ich hab mich natürlich auch gefreut, dass er soviel Spaß am bewegten Wasser hat).

IMG_6063Riesenwellen für Samuel

IMGP0037Nach dem Schwall ließen wir uns erstmal treiben, damit Samuel sich mit einem Schokoriegel stärken konnte

IMGP0042Ein Stückchen flussab folgt dann nochmal ein kleiner Schwall. Samuel, so angetan von den Wellen, musste extra seine Fahrtroute ändern, um die „dicksten“ Wellen mitzunehmen.

Schon bald machte sich der Rückstau des nächsten Wehres bemerkbar und dass Samuel noch ein wenig die Kraft fehlt. Wir wurden langsamer und ließen uns immer wieder ein bißchen treiben. Zum Schluss konnten wir Samuel dann aber doch noch motivieren und er nahm nochmal seine ganze Kraft zusammen.

IMGP0047Nur noch wenige Meter bis zum Ausstieg

Sabine und Melli hörten mit uns in Dahlhausen auf, Stephan und Sebi hingegen verlängerten die Tour noch bis zu ihrem Bootshaus, dem TVK Essen.

IMGP0050Auch schlafen macht hungrig.

Fahrtstrecke: SG Welper – Dahlhausen  8 km

                     oder SG Welper – TVK Essen 22 km (ganzjährig fahrbar)

Danke an Melli und Sabine für die Fotos!