Eigentlich hatten wir den Dreier schon längst für den Winter eingemottet. Doch das schöne Wetter mit unglaublich milden Temperaturen, bewog uns dazu, ihn wieder hervorzuholen.

Leider ist zur Zeit kaum Wasser vorhanden und da wir nicht zum x-ten Mal zur Lippe wollten, machten wir uns auf in neue Gefilde. Wir fuhren ins Münsterland zur Angel (der Name hat nicht nur Samuel amüsiert). Außer uns waren diesmal die Urgroßeltern und Oma Sabine mit dabei. Die Urgroßeltern waren vor 42 Jahren zuletzt auf der Angel. Zufälligerweise auch im November. Da damals paddeln in der kalten Jahreszeit noch nicht so üblich war, bekamen sie von einem Kollegen als Wettgewinn einen kasten Bier und einen Schnaps.

Als wir am Einstieg ankamen, war ich doch etwas erstaunt, wie schmal der Bach war. Ein knapp zwei Meter breiter Graben floß unter der Brücke hindurch. Bis zur Mündung eines rechten Nebenbaches im unteren Drittel sollte das auch erstmal so bleiben.

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Schmaler Graben

Obwohl die Angel tief zwischen Feldern herfließt, war die Fahrt zeiemlich kurzweilig. Mal sorgten kleine Sohlschwällen für Abwechslung, mal Baumhindernisse (auf den letzten  2 km vermehrt), mal die abwechslungsreiche Tierwelt. Wir haben Eisvögel, eine Bisamratte, diverse Enten, einen Fasan und sogar ein Reh von ganz nah gesehen. Samuel war begeistert. Für Jakob war es auch so spannend, dass er kaum geschlafen hat.

IMG_1005Kleine Sohlschwälle…

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…und eine große Sohlschwälle

Bei km 9 im DKV-Führer ist ein Golfplatz zu beiden Seiten der Angel, hier hätten wir uns gerne einen Helm gewünscht. Aus einer Steilwand aus Lehm schälten wir 9 Golfbälle, die Samuel auf der restlichen Tour wie einen Schatz hütete. Nur gut, dass kein Ball angeflogen kam, als wir da lang paddelten. Ab dem Pegel ist die Angel ziemlich zugewuchert. Teilweise mussten wir uns ganz schön unseren Weg durch das Gestrüpp bahnen. In einem Baum fanden wir eine Flaschenpost, kurze Zeit später eine zweite. Samuel strahlte über all unsere Fundstücke und als er dann noch von der Uroma eine gefundene Angelrolle bekam, war er völlig hin und weg. Alles in allem eine sehr gelungene Tour.

Fahrtstrecke: Bauernschaft Hardt – km 5   15 km (Mindestpegel: Wolbeck 80 cm)