Temperaturen jenseits der 20 Grad und das im Oktober- einfach unglaublich. Wir nutzten das grandiose Wetter für eine Tour auf Heder und Lippe.

Die Heder ist ein kleiner Wiesenfluss, dessen Befahrung nur auf den letzten Kilometern erlaubt ist. Extra für uns Paddler wurde an der Mühle Schlepphorst bei Verne ein Einstieg mit großem Parkplatz geschaffen. Von dort aus windet sich die Heder abwechslungsreich der Lippe entgegen. Ein wenig Kleinflusserfahrung schadet nicht, denn es tauchen immer wieder Buschhindernisse auf.

Wegen des warmen Wetters konnte Jakob auch nochmal mitfahren und so waren wir wieder im Dreier unterwegs. Leider hatten wir seinen Sonnenhut vergessen, daher funktionierten wir einfach seine Hose um. Samuel hatte seinen Helm auf, was wegen der Büsche auch nur ratsam war. Kurze Zeit nach dem Einstieg lauerte dann das erste Hindernis auf uns. Ein LKW-Aufleger, als Brücke verwendet, ziemlich flach überm Fluss. Samuel bewies, dass er sich sehr klein machen konnte, kleiner noch als Jakob groß ist. Das Problem war nur, dass der Aufleger nach hinten hin immer niedriger wurde und so blieben wir kurz stecken. Jakob kann sich ja noch nicht alleine bücken und so musste ich sein Köpfchen vorsichtig zur Seite neigen bis es passte. Während ich (und Samuel ganz vorne auch) konzentriert arbeiteten um vorwärts zu kommen, fing Jakob an, interessiert nach den Spinnweben und was sonst noch so alles von oben herab baumelte zu greifen und zu erkunden. Er hätte wahrscheinlich gerne noch mehr Zeit dort verbracht, Samuel und ich waren aber froh, uns wieder aufrecht hinsetzen zu können.

IMG_0744Millimeterarbeit an dem LKW-Aufleger

Bevor die Heder nach 5 Kilometern in die Lippe mündet, gibt es vor der Mündung die meisten Verwachsungen. Wie durch einen kleinen Dschungel muss man sich mit seinem Boot den richtigen Weg suchen. Samuel musste stets aufmerksam sein, um sich rechtzeitig zu ducken und das Paddel längs zu machen.

IMG_0756Aufpassen und klein machen- auf der Heder ist immer was los

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Cousin Jonas und Onkel Stephan waren auch mit im Dschungel

Auf diese Anstrengung hin, musste er dann auf der Lippe eine Pause einlegen. Paddel also in die Halterung, Essen raus und es sich vorne drin gut gehen lassen. Wenn man die Heder paddelt, kann man nicht direkt an der Mündung aufhören, sondern muss noch ein Stück auf der Lippe weiterfahren. Wir paddelten bis Esbeck, wo ein Teilstück renaturiert wurde (dort war früher ein unfahrbares Wehr). Auf den letzten Metern packte Samuel dann wieder die Motivation und er half fleissig mit.

Fahrtstrecke: Heder/Lippe: Mühle Schlepphorst – Esbeck   17 km