Dieses mal war ich, trotz des schönen Wetters, alleine mit dem KCW unterwegs. Samuel wollte nach soviel Paddelei in den letzten Wochen, mal einen „freien“ Sonntag.

Zu fünft waren wir auf der Ruhr bei Arnsberg. In den letzten Jahren hat sich hier viel getan. Nichtpaddler haben mittlerweile nun auch gelernt, dass ein begradigter Fluss eher suboptimal für Tiere oder bei Hochwasser ist. Somit wurde an der Ruhr mit einigen Renaturierungsmaßnahmen begonnen. An sich klasse, könnte man denken, doch an der Ruhr ist es leider nicht nur positiv zu bewerten. Im Ortsbereich Wickede wurde ein Teilstück renaturiert auf dem gleichzeitig durch ein Wehr Wasser abgeleitet wird. Hier ist der Fluss bei ca. 3,5 m³/s bis zu 60 Meter breit. Das ist natürlich viel zu wenig Wasser für uns Paddler (und auch ob das für die Fische optimal ist, wage ich zu bezweifeln). Durch diesen Umstand mussten wir vom KCW unsere „Hausstrecke“ weiter flussauf verlegen und können nun nicht mehr am Verein aufhören. Wenn man dafür in Niedereimer startet, kommt man in den vollen Genuss, wie ein renaturierter Fluss mit genügend Durchfluss ausschaut. Von den ehemals befestigten Ufern und vielen künstlichen Stufen ist kaum noch was zu sehen. Lediglich drei künstliche Hindernisse sind erhalten geblieben: Das Wehr in Niedereimer (mit Wasserableitung), die Stufe am Kirmesplatz (bei HW schöne Spielstelle) und die Slalomstrecke in Neheim (sehr gut für Anfänger zum trainieren). Insgesamt ist das ranaturierte Stück sehr abwechslungsreich mit kleinen Schwällen und Baumhindernissen, die alle umfahren werden können. Ab der Möhnemündung ist die Ruhr dann wieder begradigt, fließt aber noch gut. Vielleicht tut sich hier in den nächsten Jahren ja auch noch was.

Fahrtstrecke Niedereimer – Haus Füchten  15 km; Mindestpegel: 28 cm (Messstelle Neheim3)

oder bei zu wenig Wasser:

Hüsten – Haus Füchten   10 km (ganzjährig fahrbar)

DCIM101GOPRO

Das Wehr in Niedereimer