Am Wochenende war es soweit. Jakob hat seine erste Tour, alleine sitzend, im Dreier gemacht. Wir waren in Minden an der Weser zur Weserberglandrallye. Da die Weser ja eher ruhig ist und auch nur wenig Schiffsverkehr hat, bietet sie sich für eine solche Tour geradezu an. Obwohl das Wetter am Samstagmorgen durchwachsen schien, wollten wir trotzdem ab Rinteln (also die 40 km) fahren.

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Gleich gehts los

Am Anfang hat Jakob vor Aufregung richtig gezittert (das macht er immer, wenn er etwas haben möchte oder spannend findet). Nach einigen Metern legte sich die „Zitterei“ und er schaute sich alles in Ruhe an. Samuel, der vorne im Dreier saß paddelte ein bißchen mit, war aber an dem Tag nicht so richtig motiviert (er gestand mir hinterher, dass er die Weser langweilig findet, weil es da kaum Wellen gibt).

2014 09 06_1240Mit voller Kraft voraus

Zwei, drei Kilometer nach dem Start kam es, wie es kommen musste, wir gerieten in einen heftigen Regenschauer. Glücklicherweise hatten wir einen Regenschirm dabei, den wir über Jakob aufspannten. Samuel klemmte sein Paddel in die Paddelhalterung und verkroch sich „unter Deck“. Nach einigen Minuten war der Schauer dann aber schon wieder vorbei und die Sonne kam langsam heraus. Als Jakob müde wurde, hab ich ihn die Bauchtrage genommen (so war er zuvor immer mitgepaddelt), doch das passte ihm diesmal nicht so recht. Also zurück in seinen Sitz, wo er dann auch einschlief. Kurz hinter Vlotho machten wir dann Pause um etwas zu essen.

2014 09 06_1249Jeder stärkt sich bevor es weitergeht

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Jakob zeigt seinem Uropa den Weg

Mittlerweile war es so warm, dass Samuel nur noch in Badehose und Shirt weiterpaddeln wollte. Wegen der stechenden Sonne bekam Jakob dann auch seine Kappe auf und die warmen Klamotten ausgezogen.

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Jakob versucht zu sehen, was Samuel da vorne so treibt

Obwohl Jakob sehr müde war, blieb er noch wach. Erst bei Porta Westfalica wurde er meckerig. Ursache: volle Pampers, also eben schnell im Boot Windeln gewechselt. Jakob gefiel es im Boot dann so gut (auf einer schön weichen Isomatte), dass ich ihn von da an dort unten ließ. Nachdem ich es geschafft hatte, dass ihn da die Sonne nicht mehr blendet, war er auch ruckzuck eingeschlafen.

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Im Tiefschlaf am Ausstieg

Auch wenn es eine sehr lange Tour war, hat sie Jakob wohl doch ganz gut gefallen. Und für Samuel müssen wir uns dann einfach etwas abwechselungsreichere Flüsse suchen – mit Wellen 😉